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Übersetzungen internationaler
Schiffsbeteiligungen
Der Markt für
Fondsvermittlungen strotzt nur so vor Anbietern. Insbesondere
Schiffsbeteiligungen sind ein beliebtes Steckenpferd für
Anleger und Vermittler. Denn eine Schiffsbeteiligung bietet zahlreiche Vorteile. Zum einen wird oft eine
recht hohe Rendite erzählt und zum anderen bieten
Schiffsbeteiligungen zahlreiche steuerliche Vorteile.
Darunter beispielsweise die nahezu steuerfreie
Gewinnausschüttung.
Dadurch, dass der Markt für Schiffsbeteiligungen zwangsläufig
ein internationaler ist (der Seehandel ist die wichtigste
Logistiksparte überhaupt), haben immer mehr erfolgsorientierte
Anbieter die Möglichkeit wahrgenommen möglichst international
zu agieren. Dadurch kann man einen größeren Anlegerkreis
ansprechen.
Um allerdings woanders einen Fuß in die Tür zu bekommen, muss
man natürlich auch mit der hiesigen Konkurrenz rechnen. Alleine
hierzulande gibt es bereits zahlreiche Fondsvermittler. Da
bedarf es schon einer professionellen Herangehensweise, wenn
man sich auf den internationalen Binnenmärkten durchsetzen und
dort eine Rolle spielen will. Dazu gehört natürlich auch, dass
man professionell auftritt und auch bei der Übersetzung keine
Fehler macht. Gerade bei Internetpräsenzen, über welche viele
Fondsvermittler auftreten, schleichen sich immer wieder gerne
vermeidbare Rechtschreibfehler ein. Auch bei
Inlandsunternehmen! Man sollte nicht den Fehler machen, zu
glauben, dass Rechtschreibung in Zeiten von Telegram Stil und
Online Chat nicht so wichtig wäre. Fehler in der
Rechtschreibung wirken bei kommerzieller Nutzung immer sehr
peinlich und sind ein Tritt ins Fettnäpfchen, den man besser
umschiffen sollte.
Gerade für viele Laien
sind die zahlreichen Anglizismen im wirtschaftstheoretischen
Bereich ein Gräuel. Man kann doch das private equity ruhig mal
als das benennen, was es ist: privates Beteiligungskapital.
Unter diesem Begriff kann man sich dann wenigstens mal was
vorstellen. Tendenziell ist leider zu beobachten, dass das
ohnehin (für Normalsterbliche) schwer verständliche Börsianer-
und Fondsvermittlerdeutsch zunehmend von Anglizismen
durchdrungen wird. Häufig werden von der Wall Street nicht nur
irgendwelche ökonomischen Trends, sondern noch gleich deren
englische Bezeichnung mit übernommen. Das führt nicht selten
zur völligen Verwirrung des potenziellen Anlegers, der dann nur
noch Bahnhof versteht. Komplizierte und abstrakte Sachverhalte
sollte man auch in entsprechende Worte gleiten, die ein wenig
Verständnis hervorrufen. Immerhin will man Kunden und
Unternehmer gewinnen, die einem einen nicht unerheblichen teil
ihres ersparten Anvertrauen. Dann sollte man seinem Angebot
auch ein Maximum an Verständlichkeit abringen und nicht
unreflektiert irgendwelche Fachbegriffe verwenden, die dann
noch überflüssigerweise aus dem Sprachgebrauch eines ganz
anderen Landes stammen. Immerhin will man sein Angebot
informativ und nicht schleierhaft präsentieren.
Vielleicht könnten internationale Anbieter an dieser Stelle mit
gutem Beispiel vorangehen und die inländische Konkurrenz mit
gelungenen Übersetzungen ihrer Angebotsbeschreibungen
übertrumpfen. Denn
viele inländische
Unternehmen sind ebenfalls auf dem Modetrip blind irgendwelche
Anglizismen zu übernehmen, die nicht gerade dazu angetan sind,
den Finanzjargon irgendwie verständlicher zu machen. So verrät
uns die Bank für Tirol und Voralberg von ihrer tollen
BTV Private
Equity. Wozu diese
Anglizismen, wenn sie keinen informativen Mehrwert bieten?
Denn nur durch informativen Mehrwert ist eine Werbung auch
unter Umständen mehr wert als eine andere.
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